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    Stargard - Kleinod Pommerns


 

 Kliknij aby powiêkszyæ Stargard - Zeittafel

6.Jh. Fund des goldenen Halsbandes Stargard Mroczeñ
9.-10.Jh. - befestigte Siedlung in Stargard-Osetno
9.-10.Jh. Auf der Insel in der Ihnagabelung entstehend die Burg und der Hafen
1124 erste urkundliche Erwähnung des Stadtnamens „castro Zitarigroda” (Schilderung der I. Mission Bischofs Otto von Bamberg)
1140 Stargard Kastellansburg (Bulle Innozenz II.)
1243 (1253) Stadtrechtsverleihung (Magdeburger Stadtsrecht)
1292 Verleihung des für Stargard günstigeren Lübecker Stadtsrechts; Baubeginn der Marienkirche
1295 Aufhebung der Fürstenkastellanei - Bau der Stadtmauern
14.Jh. Stargard der größte Getreideexporteur Hinterpommern (1367 bestätigte Beteiligung an der Hanse)
1380 Umbau der Marienkirche zur Basilika
1409 Stargard wird zur Stadt-Republik (höhere Kriminalgerichtsbarkeit)
15.Jh. Stargard (über 5000 Einwohner) unter 15 größten Städten der Ostseeküste (von Nowgorod bis an Lübeck); Ausbau der Stadtbefestigungen
1454-1464 unentschiedener Handelskrieg mit Stettin
16.Jh. weitere Blütezeit der Stadt unterbrochen durch den Brand im Jahr 1584
1625-1626 verheerende Pestepidemie (nach manchen Quellen 6000 Opfer)
1630 Schweden in Stargard (dreißigjähriger Krieg in Pommern; Verlust der Unabhängigkeit zugunsten Brandenburgs
1633 Entstehung Collegiums Groeningianum, seit 1714 - Hochschule
1635 Vernichtung der gesamten Bebauung der Stadt (ca. 1000 Gebäude) durch einen Brand; 18 Wohnhäuser und Johanniskirche blieben erhalten
1668 Stargard Hauptstadt Brandenburgischen Pommerns; Wiederaufbau der Stadt
1723 Inbetriebnahme der ersten Kurierpost
1772 erstes Theater in der Geschichte der Stadt (Rathaustheater)
1782 Gründung der ersten Manufaktur (bald wurde die Stadt zu einem wichtigen Webereizentrum
1825 Stargard wurde zum Verwaltungssitz des Kreises Saatzig und 1901 des Stadtkreises
1846 Inbetriebnahme der ersten Bahnverbindung nach Stettin und Berlin (1848 nach Posen, 1856 nach Köslin, 1883 nach Pyritz, 1895 nach Schneidemühl, 1895-96 Schmalspurbahnverbindung nach Nörenberg und Daber); Stargard wurde zum größten Verkehrsknotenpunkt in Pommern
1856 Inbetriebnahme des Gaswerkes
1859 das Eisenbahnausbesserungswerk nimmt den Betrieb auf (zu Beginn des 20.Jhs. der zweitgrößte Betrieb Pommerns)
1869 Erfindung und Patentierung der Bitumenpappe (Meisnerfabrik)
1879 Einrichtung des modernen Krankenhauses (Moviushospital)
1896-97 Inbetriebsetzung der Wasserwerke, Stadtentwässerung und Abwasserreinigungsanlage
1899 Inbetriebsetzung des Kraftwerkes
1901-11 gründliche, profesionell ausgeführte Sanierung der Marienkirche (H.Deneke)
1939 Einwohnerzahl der Stadt beträgt ca. 40 000
5.3.1945 Eroberung der Stadt durch die truppen der I Weißrussischen Front; Zerstörungen der Stadt etwa 70 %, der Altstadt nahezu 100%
1960 Beginn der Altstadtbebauung
1978 erster elektrischer Zug in Stargard



Liebe Besucherin, liebe Besucher, Stargard, Kleinod Pommerns begrüßt Sie,

Sie sind hier an dem richtigen Ort, weil unsere Stadt für alle, die die Geschichte Pommerns lernen wollen, ein guten Beispiel sein kann.Sowohl Anzahl als auch Qualität der Stargarder Baudenkmäler sind die Ursache für unsere Einmaligkeit im Mittel- und Westpommern. Besonders interessant ist die mittelalterliche Innenstadt, welche für das heutige 75000 Einwohner zählende Stargard den Ursprung bildete. Um den Besuchern unsere Stadt näher zubringen, bieten wir die altstädtische Touristenroute an. Sie wird die „Stargard-Kleinod Pommerns” genannt. Diese Route macht es einfach, die wichtigsten Baudenkmäler welche von der Einmaligkeit der Burg am Fluss Ihna zeugen, zu besichtigen. Die Route führt größtenteils die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden ca. 3 km langen Grünanlagen entlang.Sie verlaufen längs der mächtigen Wälle, Bastionen, Festungsgräben, Tore, Wehrtürme und Basteien, mit denen nur die Bauten in Krakau konkurrieren können. Von fern und nah können die emporstrebenden Kirchentürme (darunter der Turm der Johanniskirche - dritthöchster Turm in Polen), die prachtvollsten Basteien im Lande und eines der zwei in Europa über dem Fluss stehenden Tore bewundert werden. Zum echten Genuss wird der Besuch in der Marienstiftskirche, der schönsten monumentalen gotischen Backsteinkirche in Polen. Die Route „Stargard-Kleinod Pommerns” ist kreisförmig. Sie können also an jeder für Sie günstigen Stelle die Besichtigung beginnen. Sie sollten ca. 2 Stunden zur Verfügung haben. Wollen Sie auch die Museen besichtigen, den Aussichtspunkt besteigen und schließlich in einem der reizvollen Parks Rast machen, brauchen Sie entsprechend mehr Zeit. Wir versichern Ihnen, dass es sich lohnt.

ÜBER KLEINOD POMMERNS

Über Kirchen

Über die gewaltige pommersche Festung

ÜBER FLUSS IHNA

ÜBER STARGARD  -  DIE HANSESTADT

ÜBER STARGARDER WIRTSCHAFT



1. ALTSTADTMARKT - das Herz der mittel-alterlichen Stadt. Ausgesteckt während der Anlegung von Stargard. Ringsum die wichtigsten Bauwerke der Stadt und die Häuser reicher Bürger. Bis zum letzten Jahrhundert Jahrmärkte.

 Rathaus 2. RATHAUS - der prächtigste Bau dieser Art in Pommern. Anfänge um 1250, im 14.Jh. umgebaut. Die jetzige spätgotische Form 2. Hälfte des 16. Jhs. Die Giebel mit kunstvollem Netzmasswerk verziert. 1635 vernichtet ein Großbrand das Rathaus und das Stadtarchiv. Das wieder-aufgebaute Rathaus wurde 1945 zerstört. Nächster Wiederaufbau in Jahren 1957-1961.

 Hauptwache 3. HAUPTWACHE - um 1720 im Barockstil errichtet. Sitz der Wachmannschaft der Stargarder Garnison. Es gibt in Pommern kein Vorbild für Bauten dieser Art. Gegen-wärtig Sitz des Museums.

4. BAROCK-HÄUSER AM ALTMARKT Nr. 3 17. Jh. (Neue Börse?) nach dem Brand im Jahr 1635 wiederaufgebaut, Nr. 4 in derselben Zeit erbaut (auf dem früheren Gebiet des kirchlichen Friedhofs). Nach Zerstörung im Jahr 1945 im Barockstil wiederaufgebaut. Im Haus Nr. 4 Sitz des von der Stargarder Gesellschaft geführten Touristeninformationszentrum.

 Marienkirche 5. MARIENSTIFTSKIRCHE - das wertvollste Baudenkmal West- und Mittelpommern. Die schönste gotische Backsteinkirche in Polen. Inspiration für Schöpfer von Dutzenden Bauten in mindestens drei Ländern. Grundsteinlegung 1292, gegenwärtige Gestalt aus 14.-15.Jh. Zweitürmige Basilika mit Kapellenkranz im Chorumgang. Stadtdom vom hanseatischen Typ, nur in den größten Städten der Ostseeküste zu finden. Spitzenartige keramische Verzierungen der Fassaden; originelle Ausstattung der Türme sog. Stargarder Blende; einzigartige kleine Triforiumsgalerie im Presbyterium erhöhen zusätzlich die Klasse des Bauwerkes. Das Innere nach zahlreichen Zerstörungen ärmer: Altar aus 1663, Wandma-lereien (15.-18. Jh.), Epitaphien, Altäre, Kapellen-eingangumra-hmungen (18.Jh.), Glasmalerei (19.-20.Jh.).

6. PFARRHÄUSER - drei älteste Gebäude datiert vom 14., 16. und 19. Jh. Im 15.Jh. Schule, dann Wohnhäuser der Geistlichen und Orgelspieler, Museen, Diakonat und Pfarrbüro.

7. GEFANGENENTURM - 15.Jh., der einfachste der Stargarder Wehrtürme (zylindrische Form), 13 m hoch, Scheibenfriese (Schießscharten).

 Stadtmauern 8. STADTMAUERN - Grundelement der Befestigungen der Stadt, einer der am stärksten befestigten pommerschen Städte. Vom ursprünglichen 2260 m zählenden Ring (er umfasste ein Gelände von zwei Posener Altstädten) blieben 1040 erhalten. Bis 8 m hohe Mauer. Wehrhaftigkeit der Mauer erhöht durch Wachttürme Halbwehr-türme (45), Wehr-türme(9), Tore mit Vortoren (4), Basteien (4) und von denen durch inneren Festungsgraben getrennte und durch äußeren Festungsgraben umgebene Wälle mit Bastionen (aufgeschüttet im 16.Jh und erhöht im 17.Jh.).

 Weberturm 9.WEBERTURM - (Eisturm, Tuchmacherturm) 15.Jh., acht Stockwerke, 31 m hoch. Neben dem Rotes-Meer-Turm gehört sie zu den prachtvollsten Wehrtürmen in Polen. In der Perspektive der Sukiennicza-Straße schöne Gesamtansicht der Stadtbefestigungsanlagen (es gibt wenige dieser Art. in Polen).

 Bastei 10. BASTEI - Anfang des 16.Jhs.Vor die Mauerflucht vorgeschobenes, der Entwicklung der Feuerwaffe angepasstes Befestigungselement. Im 19. Jh. bewohnbar, gegenwärtig Museumsabteilung.

11. PYRITZER TOR - 13.-15.Jh., eines der schönsten Tore in Pommern, von der Form her dem nicht mehr existierenden Johannistor ähnlich. Davor lief die Landstraße aus Skalin mit der Pyritzer Landstraße zusammen (bis 19.Jh. Polnischer Weg genannt).

12. HEILIGENGEISTKIRCHE - entstand in den Jahren 1874-77. Neugotische Saalkirche mit Emporen; schlanker über 50 m hoher Turm. Vierter Tempel an dieser Stelle.

 Kletzinhaus 13. KLETZINHAUS 1. Hälfte des 16.Jhs. Sitz eines reichen Kaufmanns. Reich verzierter Giebel aus Backstein. Wiederaufgebaut nach den Kriegszer-störungen 1945. Sitz der Kreisbibliothek.

 Rotes Meer Turm 14. ROTES-MEER-TURM - der imposanteste Stadtturm in Polen, Höhe 34 m; 7 Stockwerke, drei Wehrgalerien. Der Durchgang unter dem Turm wurde 1869 durchge-brochen. Der Name stammt von der roten Farbe des Sumpfes (Raseneisenerz) vor dem Turm oder nach der Sage vom Meer von Blut, das hier geflossen ist, ab. Im Sommer Aussichtspunkt.

15. WASSERTURM - neugotisch, 1896-97. Höhe 65 m, reich verzierte Fassade. Seltenes Baudenkmal der Technik des 19.Jhs. solcher Art.

16. PETER- UND PAULKIRCHE - 1890-91. Neugotisch, Grundriss in Form des griechischen Kreuzes (33 m hoher Turm). Einer der fünf in dieser Zeit errichteten Stargarder Tempel. Ursprünglich Christus-kirche genannt, diente der reformierten Gemeinde. Seit 1953 griechisch-katholische Kirche.

17. NEUGOTISCHER TUNNEL - gegenwärtiger Zustand aus 19.Jh. Er befindet sich in der Nähe des nicht mehr existierenden Vortores des Johannistores. In der Nähe des Tunnels befindet sich die größte Stargarder Bastion, genannt „Rondeel”, die im 16. und 17. Jh. außer ihren Wehrfunktionen den Glockengießern zum Glockengießen diente.

 Johanniskirche 18. JOHANNISKIRCHE - Johanniterkirche; spät-gotische dreischiffige Hallenkirche. Baubeginn 13.Jh. Gegenwärtige Gestalt vom 15.Jh. Mit der sog. Stargarder Blende verzierter Turm. Turmhelm in den Jahren 1892-1893 bis auf 99 m erhöht. Im Chorumgang einzigartiges in Pommern Zellengewölbe der Kapellen.

 Mühlentor 19. MÜHLENTOR (Hafentor, Wassertor) - Mitte des 15.Jhs., Seltenheit in Europamaßstab. Im Mittelalter liessen Wächter ein Fallgatter über Nacht ins Flussbett hinab. Es schützte den innerhalb der Befestigungen befindlichen Stargarder Hafen vor Eindringlingen. An den Türmen die sog. Stargarder Blenden (Urbild in der Marienkirche). Gegenwärtig Sitz des Stargarder Verbandes Kunstfreunde „Brama”. Wir betreten das Inselgelände. Hier nimmt die Stadt Stargard ihren Anfang.


20. SPEICHER - 16.Jh. Im 18. Jh. erfüllte er die Funktion des königlichen Salzlagerhauses, später wieder die des Speichers. Der einzige von vier bis 1945 existierenden, der wiederaufgebaut wurde.


 Weisskopfturm 21. WEISSKOPFTURM - 1. Hälfte des 15. Jhs. Höhe 30 m. Drinnen 6 Stockwerke samt Verlies. Turmeingang in der Höhe des früheren vorkragenden hölzernen Obergeschosses Obergadens. Der Name des Turmes von der weißen Farbe des Kegels oder laut der Sage von den ihn verteidigenden Weibern (im Polnischen „bia³og³owa”- „Weißkopf” bedeutet Weib). Hinter dem Turm in Richtung Ina Gelände des 1295 niedergerissenen Sitzes des Kastellans (Burggrafes). Das Gelände wurde später noch erhöht, indem die Befestigung durch die nächste Artillerie-bastion verstärkt wurde.

 Walltor 22. WALLTOR - 1.Hälfte des 15.Jhs. Giebel und Dachreiter im Renaissancestil (16. und 17.Jh.). An der Südwand Aborterker. Vor dem Abriss im Jahr 1780 wurde das Vortor mit der Barbakane am anderen Flussufer verstärkt. Nachdem wir die Brücke über die Ina überschritten haben, verlassen wir die Insel. 1 km weiter an der Gdañska-Straße (abseits der Route) kann man das größte in Polen, 2,76m hohe Sühnekreuz aus dem Jahr 1542 sehen. Es wurde von Lorenz Mader in gotländischem Kalkstein als Sühne für die Ermordung von Hans Billeke gehauen. Wenn wir die Route entlang weiter wandern, gehen wir an der Brücke aus dem Jahr 1910 vorbei, die unlängst umgebaut wurde. Sie wurde mit dem Fischpass für Lachsfische ausgestattet, die nach Jahren in die Ihna zurückkehrten.

23. ZEUGHAUS - 1500. Hier wurden Waffen hergestellt, repariert und gelagert. Später, bis 1875 Gefängnis, 20.Jh. zerfallen. Wiederaufbau 1974. Heute Stadtarchiv.

 Gotisches wohnhaus 24. GOTISCHES WOHNHAUS (Protzenhaus, Altes Haus) - 1. Hälfte des 15. Jhs. 1957-59 wiederaufgebaut. Jetzt Musikschule. Besonders reiche Verzierung des Giebels (Stargarder Blende). Einer der hervorragendsten spät-gotischen Bauten dieser Art in Polen.

25. HOTEL „PTTK” - ein wegen der Form originelles Gebäude aus dem Jahr 1876. Eines der wenigen Gebäude der Altstadt, das die Zerstörungen des Jahres 1945 überstand. Von den Bauten, die der Plan nicht umfasst, empfehlen wir die monumentale Kaserne (sog. Rote Kaserne) aus 1881-84 in der 11. Listopada-Straße, das Lyzeumgebäude aus 1882 ( von den Deutschen in der Weltausstellung in Chicago präsentiert) in der Staszica-Straße 2 und das Gebäude der Stadtverwaltung in der Czarnieckiego-Straße 17.

 
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